Wenn Werkzeugkompetenz und Beratungsqualität zusammenpassen
Partnerschaft bei der Werkzeugversorgung
Startups im Bereich Zerspanungsdienstleistungen müssen sich gegen einen knallharten Wettbewerb durchsetzen. Sie können es sich nicht leisten, bei Beschaffungen Geld zu verschenken. So auch die 2014 gegründete Bonertz Technik GmbH, die inzwischen den Sprung vom reinen Dienstleister zum Hersteller innovativer Spannmittel für den Einsatz in Werkzeugmaschinen geschafft hat. Beim Einkauf von Zerspanungswerkzeugen achtet man hier vor allem auf Leistung, Prozesssicherheit und guten Support.
„Als wir die Firma 2014 gründeten, hatten wir nur eine CNC-Maschine und arbeiteten zunächst als reiner Zerspanungsdienstleister“, erinnert sich Robert Bonertz, Geschäftsführer der Bonertz Technik GmbH in Föhren. Das Unternehmen spezialisierte sich nach und nach immer stärker auf anspruchsvolle Aufgabenstellungen. Die Bonertz Technik GmbH befasst sich mit schwer zu zerspanenden Werkstoffen – speziellen Legierungen, hochfesten Stählen bis 1.100 N/mm2 oder superharten Werkstoffen mit bis zu 60 HRC. Auch Bauteile, die eine aufwendige Aufspannung erfordern, sind eine Spezialität der Bonertz Technik GmbH. Beispiele hierfür sind filigrane Strukturen, die unter hohem Zerspanungsanteil aus dem Vollen herausgearbeitet werden müssen.
Zufriedene Kunden ermöglichen dem Unternehmen ein schnelles Wachstum. Heute stehen im Fertigungsbereich der Bonertz Technik GmbH vier moderne, hochpräzise 3- beziehungsweise 5-Achs-Fräsbearbeitungszentren. Auch die erforderliche Infrastruktur in Bereichen wie Arbeitsvorbereitung, CAD/CAM-Programmierung und Qualitätssicherung besteht.
Entwicklung fortschrittlicher Spanntechnik
„Bei vielen Bearbeitungsaufgaben ärgerten wir uns immer wieder über die Unzulänglichkeiten der verfügbaren Spanntechnik zum Aufspannen der Bauteile“, erinnert sich der Geschäftsführer Patrick Vilfan. Dies zeigte sich vor allem dann, wenn aufgrund der häufigen Produktwechsel die zu bearbeitenden Bauteile umgespannt werden mussten. Wegen der umständlichen Handhabung erforderte dies viel zu viel Zeit, die zulasten der Produktivität ging. Zudem waren die Spannmittel teils sehr unförmig und stellten für die Bearbeitung hinderliche Störkonturen dar. Ein weiterer Nachteil der gängigen Spannmittel waren die Bauhöhen, die den verfügbaren Verfahrweg in Z-Richtung begrenzten.
Bauteil aus der hochfesten Alu-Legierung 7075 für die C-Achse eines Lasers mit einem Zerspanungsanteil von mehr als 80 Prozent.
(Bild Bonertz Technik GmbH)
Deshalb entschlossen sich die Verantwortlichen bei der Bonertz Technik GmbH dazu, bessere Spannmittel herzustellen. Und das nicht nur für den Eigengebrauch, sondern auch für die Vermarktung. Im Laufe der Zeit entstanden so diverse Varianten von 5-Achs-Spannern sowie ein innovativer Maschinentisch als Alternative zu kostspieligen Nullpunktspannsystemen.
Praxistauglichkeit im Vordergrund
„Bei unseren Entwicklungen standen vor allem praktische Erwägungen im Vordergrund“, erläutert Patrick Vilfan. Ein wichtiges Merkmal war neben hoher Spannkraft eine weitgehende Modularität im Aufbau. So sind die Grundschienen je nach Ausführungslänge mit einer Vielzahl von Schnittstellen zum Maschinentisch ausgestattet. Der Spannbereich lässt sich durch Zwischenstücke problemlos von zehn bis zu 1.335 mm verlängern, ohne dass es zu Spannkraftverlusten kommt. Die maximale Spannkraft liegt bei 50 kN. Die in verschiedensten Varianten erhältlichen Backen lassen sich werkzeuglos innerhalb weniger Sekunden auswechseln. Im praktischen Einsatz ergaben sich mit den Systemen Rüstzeit-Einsparungen von bis zu 90 Prozent. Ein besonderes Augenmerk legten die Entwickler bei der Bonertz Technik GmbH auf die weitestgehende Vermeidung von Störkonturen. Deshalb gibt es die Spanner auch in mehreren Höhenvarianten zwischen 130 und 210 mm.
Die von der Bonertz Technik GmbH entwickelten HPC-5-Achs-Spanner lassen sich schnell und unkompliziert handhaben, modular bis auf 1.335 mm Spannweite verlängern und ermöglichen teils Rüstzeiteinsparungen von bis zu 90 Prozent.
Von der „Zufallsbekanntschaft“…
„Der Kontakt mit der Bonertz Technik GmbH kam vor einigen Jahren eher zufällig zustande, weil man dort als Lohnfertiger Bauteile für eines unserer Tochterunternehmen bearbeitete“, erinnert sich Klaus-Dieter Leick, Anwendungstechniker bei MAPAL. So sei er mit Bonertz ins Gespräch gekommen, als dieser Probleme bei der Bearbeitung hochfester Werkzeugstähle mit Trochoidfräsern eines Wettbewerbers hatte. Konkret ging es um Vollhartmetallfräser für Schnitttiefen bis 3xD mit Durchmessern von 8-14 mm, bei deren Einsatz sich herausstellte, dass die Schnittkräfte im Verhältnis zum Spanvolumen wesentlich zu hoch lagen. „Die resultierende Überlastung der Spindel war schon am Maschinengeräusch deutlich zu hören und auch auf den Belastungsdiagrammen der Steuerung zu sehen“, sagt Robert Bonertz. Daraufhin habe ihm Klaus-Dieter Leick einige MAPAL Fräser aus Vollhartmetall zur Verfügung gestellt, um die entsprechenden Bearbeitungen zu testen. Die Ergebnisse überzeugten.
Blick in den Werkzeugspeicher eines der Fräsbearbeitungszentren.
“Dank der Fräser von MAPAL gehören die Überlastungsprobleme seitdem der Vergangenheit an. Zudem sind die Standmengen deutlich – bei manchen Aufgaben um bis zu 30 Prozent – angestiegen“, freut sich Bonertz. Seitdem weiß der Geschäftsführer um die Leistungsfähigkeit der Standardwerkzeuge von MAPAL. Für die anfallenden Aufgaben benötigt die Bonertz Technik GmbH vor allem Vollhartmetallwerkzeuge für die Stahlbearbeitung, unter anderem Fräser zum Schruppen und Schlichten, Trochoidfräser, Bohrer und Tiefbohrer sowie Wechselkopfsysteme zum Bohren und Fräsen. Fräser kommen bei der Bonertz Technik GmbH vor allem im Durchmesserbereich von zwei bis 20 mm, Bohrer im Durchmesserbereich von 1,2 bis 20 mm zum Einsatz.
… to becoming the main focus supplier
„After the first successful applications we gradually used more and more tools from the MAPAL portfolio“, Mr Bonertz said. After the trochoidal milling cutters, the company tested solid carbide milling cutters for finishing its clamping systems. The tool previously used had defects on the surface caused by chatter marks. The tools from MAPAL were convincing thanks to their better cutting behaviour and the resulting surfaces.
Good understanding: Robert Bonertz (left) and Patrick Vilfan (right) inspect a replaceable head tool together with MAPAL employee Klaus-Dieter Leick.
„For us, the process reliability tools offer is a very important aspect“, Mr Bonertz explained. This is the only way that the employee can leave the equipment running after setting it up and devote himself to other tasks without having to worry about interruptions or even damage in the meantime. The tools from MAPAL are also excellent in this respect, confirms Bonertz. The managing directors are not only convinced by the technical factors – the economic aspects also play a role, of course: „We use replaceable head systems wherever possible“. Different interchangeable heads can be used with only one tool holder. A replaceable head is significantly cheaper than a comparable complete tool including tool holder. „For the reasons mentioned (quality, performance, process reliability and cost-effectiveness) around 80 percent of the solid carbide tools we use today come from MAPAL“, Mr Bonertz said.
Advice and support are convincing
„At MAPAL the quality of the advice and support matches the performance of the tools“, Patrick Vilfan said. Because the support provided by the field service is also an important aspect for Bonertz Technik. Klaus-Dieter Leick keeps in constant contact and provides samples for tests when new demand or interesting new products become apparent. Added to this is MAPAL‘s own initiative, for example if a specific product from the standard range is not immediately available from stock. „In such a case, we receive direct alternative suggestions regarding similar tools with which the required machining result can also be achieved“, Mr Vilfan said. This support has also contributed to MAPAL becoming a preferred contact for new tasks..
Combined brake housings unite the brake master cylinder, brake booster and ABS/ESP in one component and pave the way to autonomous driving. MAPAL offers solutions for machining complex aluminum workpieces.
CORMOL from Portugal manufactures stamping tools, for which it has been working closely with MAPAL since 2022. With the OptiMill-3D-HF, CORMOL has found a reliable and economical tool solution.
Following the iF Design Award and the Good Design Award, the UNIQ hydraulic chucks from MAPAL have also been honoured with the Green Design Award, which focuses on sustainability.