09.04.2025

Komplettes Know-how in einem Bauteil

Für den Bereich Aerospace hat MAPAL zwei Musterbauteile entwickelt: ein Ventilgehäuse und ein Torsionsgelenk

Das Bild zeigt das Musterteil eines Ventilgehäuses und verschiedene Werkzeuge, mit denen dieses bearbeitet werden kann.
  • Das Bild zeigt das Musterteil eines Ventilgehäuses und verschiedene Werkzeuge, mit denen dieses bearbeitet werden kann.
  • Das Bild zeigt das Musterteil eines anderen Ventilgehäuses und verschiedene Werkzeuge, mit denen dieses bearbeitet werden kann.
  • Das Bild zeigt das Musterteil eines Torsionsgelenks und verschiedene Werkzeuge, mit denen dieses bearbeitet werden kann.

Für den Bereich Aerospace hat MAPAL zwei Musterbauteile entwickelt. Diese so genannten Generic Components decken alle anspruchsvollen Bearbeitungsschritte ab, die bei der Produktion von Hydraulikventilgehäusen aus Aluminium oder den aus Titan gefrästen Torsionsgelenken für Landebeine auftreten können. 

Überall wo an einem Flugzeug etwas bewegt werden muss, sitzt ein Ventilgehäuse. Per Hydraulik werden Klappen, Ruder, Fahrwerke, Motoren und anderes gesteuert. In jedem Flugzeug ist eine große Menge an Ventilgehäusen unterschiedlicher Ausführung zu finden. Das Spektrum reicht von kleinen Kästchen bis zu Blöcken, die einen halben Meter Länge erreichen. Die Anforderungen an die Bearbeitung sind dabei immer ähnlich. 
 

Das Generic Component ist bewusst keine Nachempfindung eines Kundenbauteils

Die von MAPAL geschaffene Generic Component misst etwa 30 x 30 x 30 Zentimeter und enthält sämtliche Bearbeitungsschritte, die bei der Fertigung eines Ventilgehäuses auftreten können – von der Vorbearbeitung bis zum Schlichten. Bei der Generic Component handelt es sich bewusst nicht um die Nachempfindung eines Kundenbauteils. Dieses wurde auf Basis der Zerspanungsanforderungen verschiedener realer Bauteile konstruiert. Innerhalb der Firmengruppe hat MAPAL dafür Erfahrungen zusammengetragen, die weltweit in der Bearbeitung solcher Komponenten gemacht wurden. Das gesamte Know-how ist also in ein einziges Musterbauteil eingeflossen. 
Das Bild zeigt das Musterteil eines Torsionsgelenks und verschiedene Werkzeuge, mit denen dieses bearbeitet werden kann.
Der Musterprozess für Torsionsgelenke bildet alle realen Anforderungen ab.   ©MAPAL
Damit verbunden sind Empfehlungen des Werkzeugherstellers für die jeweils passenden Bearbeitungsstrategien und Schnittwerte. Oft kommen verschiedene Möglichkeiten infrage, um ein bestimmtes Problem zu lösen. Zum Reiben einer Bohrung kann entweder ein PKD-Werkzeug oder ein Feinbohrwerkzeug genutzt werden. Oder, alternativ, mehrschneidige Reibahlen. Jede Lösung hat ihre Vorteile. Entscheidend ist immer, welche Vorteile dem Kunden in seiner Situation entsprechen.

Ventilgehäuse für Aerospace sind kompliziertere Bauteile als die Hydraulik für Baumaschinen

Ventilgehäuse für den Bereich Aerospace sind kompliziertere Bauteile als solche, die in anderen Bereichen, wie etwa bei der Hydraulik für Baumaschinen, verwendet werden. Für das bislang komplexeste Kundenprojekt hat MAPAL mehr als 130 unterschiedliche Sonderwerkzeuge für einen einzigen Gehäusetyp eingesetzt. Weil in der Luftfahrtbranche die Reduzierung von Gewicht wichtig ist, arbeitet die Fertigung oft mit sehr dünnwandigen Teilen. Weitere Herausforderungen sind tiefe Bohrungen mit Querbohrungen oder Nuten, die für unterbrochene Schnitte sorgen. Hinzu kommt, dass bei der Zerspanung des verwendeten Aluminiums mit seinem niedrigen Siliziumgehalt sehr lange Späne entstehen, die schwer zu brechen sind. 

Eine weitere Generic Component, die MAPAL für die Luftfahrt entwickelt hat, ist ein Torsionsgelenk (Torsion Link) für das Hauptfahrwerk am Flugzeug. Es verbindet die beiden zylindrischen Teile des Landebeins miteinander. Diese Konstruktion ermöglicht es dem Dämpferzylinder, ein- und auszufahren, ohne sich dabei zu verdrehen. Auch dieses Bauteil gibt es in unterschiedlichen Ausführungen.
 

Das Bild zeigt das Musterteil eines Ventilgehäuses und verschiedene Werkzeuge, mit denen dieses bearbeitet werden kann.
Hohe Wiederholbarkeit der Produktion und zuverlässige Prozesse sind im Fokus bei der Prozessauslegung von Hydraulikventilgehäusen für Flugzeuge.   ©MAPAL

Torsion links are made of titanium - because of the high loads

MAPAL uses its medium-sized sample part to model all real requirements. Due to the resulting high loads, torsion links are made of titanium. The low thermal conductivity of the material results in high temperatures during machining, which have a negative impact on tool life. In addition to optimized coating and cutting-edge preparation, the right machining strategy is essential here.

With the generic components for aerospace, MAPAL is pursuing a concept that has already proven its worth in the automotive sector. Here too, demanding components were identified which can be machined using the company’s tools. A large part of automotive technology is now covered by the appropriate generic components. With the help of generic components, MAPAL can also demonstrate what it is technologically capable of in the aerospace sector.
 

The picture shows another sample part of a valve housing and various tools that can be used to machine it.
The Generic Component is not a replica of a customer component, but design based on real machining requirements.   ©MAPAL

Portrait Ostertag-Mathias

Contact

Mathias Ostertag Public Relations mathias.ostertag@mapal.com Phone: +49 7361 585 3566


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